Unser Schulprogramm

Astrid Lindgren Schule

Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Schulprogramm

Von den Stärken ausgehen –
Schritt für Schritt selbstständiger leben

Inhaltsverzeichnis

  1. Ausgangslage
  2. Medienarbeit
  3. Hausordnung
  4. Leitziele
  5. Maßnahmen zur Umsetzung der Leitziele
  6. Höhepunkte und Ablauf des Schuljahres 2017/2018
  7. Anlagen
    • Mitglieder der Arbeitsgruppe "Schulprogramm"
    • Kooperationsvereinbarungen
    • Evaluation

Ausgangslage

Die Astrid Lindgren Schule, Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, befindet sich in Halle an der Saale im Stadtteil Silberhöhe. Das heutige Schulgebäude wurde ursprünglich als Kindertagesstätte errichtet. Das als Schule fertig gestellte Objekt berücksichtigte 1993 als erste Einrichtung der Stadt Halle für geistig- und mehrfachbehinderte SchülerInnen vor allem die speziellen Bedürfnisse und Notwendigkeiten einer Förderschule.
In der Astrid Lindgren Schule werden zum jetzigen Zeitpunkt (Schuljahr 2017/2018) 90 SchülerInnen in 14 Klassen unterrichtet. Die Schule verfügt über 14 Klassenräume und einen Ethik-/Kunstraum. Zudem stehen in der Schule ein Raum für den Lernbereich Arbeit und Beruf beziehungsweise für das Fach Werken sowie ein Raum für Tonarbeit zur Verfügung, der auch für ergo- und wahrnehmungstherapeutische Angebote in unterrichtsbegleitender Funktion genutzt werden kann. Darüber hinaus ist für diese ganzheitliche Förderung ein Snoezelraum, ein Raum für Unterstützte Kommunikation und ein Bällchenbad vorhanden. Zur Entwicklung von Medienkompetenzen können die SchülerInnen den Computerraum mit vier Arbeitsplätzen nutzen. Die Schule verfügt über eine große Hauswirtschaftsküche mit angrenzendem Speiseraum, einen Turnraum sowie ein Lehrerzimmer, welches gleichzeitig als Konferenzraum genutzt wird. Auch eine Kinderbibliothek und ein Lehr- und Lernmittelraum befinden sich im Schulgebäude.

Die Außenanlage der Einrichtung entwickelte sich vor allem durch Eigeninitiative des Fördervereins der Schule (Verein Eltern und Freunde der Astrid-Lindgren-Schule Halle e.V., 1992 als gemeinnütziger Verein mit Eltern, Pädagogen und Freunden gegründet) einschließlich der aktiven Mithilfe vieler Sponsoren. So entstand ein Kleinod, das sowohl den ökologischen Anforderungen dieser Förderschule entspricht, als auch den SchülerInnen Möglichkeiten für Entspannung, Spiel und Sport sowie für die unterschiedlichsten Sinneswahrnehmungen einräumt. Auch zwei Schaukeln, unter anderem eine Vogelnestschaukel, die zum größten Teil durch eine großzügige Spende der Energiegemeinschaft Halle e.V. (EVH) ermöglicht wurde, eine vom Männer Lions Club Halle an der Saale 2012 gespendete Wippe, ein Klettergerüst sowie ein Kleinspielfeld bereichern das Außengelände der Schule. Zudem befindet sich dort ein Lagerfeuerplatz, der unter anderem für das Oster- und Herbstfeuer genutzt wird. Seit dem Jahr 2014 entwickelt sich unser grünes Klassenzimmer. Hier erleben die SchülerInnen einen Garten der Sinne mit vielen Kräutergerüchen durch eine Kräuterspirale mit integrierter Bienentränke und zwei Barfußwegen. Zudem wurde dort eine Pfeil- und Bogen-Anlage errichtet. Im Mai 2016 ist zusammen mit den Mitarbeitern der Saale-Werkstätten der Lebenshilfe Halle im Rahmen des Unterrichtes der Ober- und Berufsschulstufen durch einen Kooperationsvertrag unsere Teichanlage komplett erneuert wurden. Im grünen Klassenzimmer leben mittlerweile auch mehrere Bienenvölker. Durch gärtnerische Tätigkeiten im Unterricht wird eine für sie angelegte Bienenweide kontinuierlich gepflegt. Die Astrid Lindgren Schule ist eine von insgesamt fünf Schulen in Sachsen-Anhalt, die auf Antrag der Bienenpatin Frau Huber-Schabel einen Schulimkersatz im Wert von 1000 Euro durch das Landwirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt und den Imkerverband des Landes Sachsen-Anhalt erhalten haben. Die Schule verfügt zudem über eine eigene Schleuder zur Herstellung des "Lindgreenhonigs".
Für die Lernbereiche Öffentlichkeit sowie Arbeit und Beruf wird seit dem Schuljahr 2013/2014 von den SchülerInnen der Berufsschulstufen der auf dem Gelände des Altenpflegeheims Akazienhof (Paul-Riebeck-Stiftung Halle) entstandene Schulgarten gestaltet.

SchülerInnen mit Autismus, mit verschiedenen Wahrnehmungsstörungen oder SchülerInnen, die Unterstützte Kommunikation benötigen, erhalten in unserer Einrichtung eine integrierte, fachkompetente Beschulung in heterogenen Klassen.

Das Einzugsgebiet der Astrid Lindgren Schule erstreckt sich vorwiegend über das südliche Stadtgebiet der Stadt Halle. Darüber hinaus besuchen auch SchülerInnen aus dem Saalekreis die Schule.

Derzeit unterrichten und begleiten

  • 19 Lehrerinnen und Lehrer (einschließlich Schulleitung),
  • 9 Pädagogische MitarbeiterInnen,
  • 1 Betreuerin,
  • 4 Pädagogische MitarbeiterInnen mit therapeutischer Funktion sowie
  • 5 IntegrationsbegleiterInnen sowie
  • 3 Referendare/Referendarinnen (ab April 2018)

die 90 SchülerInnen unserer Schule.

Die Astrid Lindgren Schule ist Ausbildungseinrichtung für Studentinnen und Studenten des Institutes für Rehabilitationspädagogik der Martin-Luther-Universität und des Staatlichen Seminars für Lehrämter Halle und Magdeburg.

Die Schule ist Montag bis Freitag von 7:00 Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet.

Die Unterrichtszeiten gestalten sich für alle Stufen wie folgt:

Unterrichtszeiten der Unter-, Mittel-, Ober- und Berufsschulstufen
7:45 Uhr – 8:00 Uhr Vorbereitung
8:00 Uhr – 8:45 Uhr 1. Unterrichtsstunde
8:45 Uhr – 8:50 Uhr Pause
8:50 Uhr – 9:35 Uhr 2. Unterrichtsstunde
9:35 Uhr – 10:00 Uhr Pause
10:00 Uhr – 10:45 Uhr 3. Unterrichtsstunde
10:45 Uhr – 11:30 Uhr 4. Unterrichtsstunde
11:30 Uhr – 12:15 Uhr Mittagspause
12:15 Uhr – 13:00 Uhr 5. Unterrichtsstunde
13:00 Uhr – 13:45 Uhr 6. Unterrichtsstunde
13:45 Uhr – 15:30 Uhr pädagogische bzw. lerntherapeutische Angebote

Um frühzeitig individuelle Stärken nutzen und fördern zu können, finden in diesem Schuljahr folgende zusätzliche Unterrichtsangebote, zum Teil lerngruppenübergreifend, statt:

Die Unterrichtsarbeit der PädagogInnen wird nach dem Prinzip der Ganzheitlichkeit gestaltet, wobei vordergründig die individuellen Lebens- und Lernbedürfnisse berücksichtigt werden. Regelmäßig gestalten die Schülergruppen konkret abgestimmte Projekte, die im jeweiligen Schuljahresarbeitsplan langfristig und mit inhaltlichen Akzentuierungen ausgewiesen sind.

Die Berufsschulstufe 4 betreibt das Schülercafé „Kaffee Banane“. 14-tägig wird hier ein abwechslungsreiches Sortiment an Speisen sowie Kalt- und Heißgetränken angeboten.

Die Astrid Lindgren Schule nimmt in jedem Schuljahr an einer Reihe von Projekten teil. Zweijährlich findet eine Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus 188 e.V. in Halle statt. Ausgewählte SchülerInnen arbeiten hier mit den Künstlern zu keramischen und druckgrafischen Projekten. In diesem Schuljahr nimmt die Astrid Lindgren Schule zudem wieder am jährlichen Projekt „Bildende Künstlerinnen und Künstler an Schulen in Sachsen-Anhalt“ teil. Zum vierten Mal in Folge bereichert auch das Medienprojekt „MZ-Klasse 2.0“ den Unterricht der SchülerInnen und seit dem Schuljahr 2015/2016 zählt unsere Schule zu den Teilnehmern des „Monstronale“ Kurzfilmfestivals. Zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 fand das 1. Integrative Festival „Gemeinsam Leben“ in der Händelhalle statt, bei dem sich unsere Schule mit einem Programm aktiv beteiligte. Seit September 2017 sind wir KUBIS-Schule (Kulturelle Bildung in der Schule). Attraktive, kompetenzorientierte Unterrichtsideen werden entwickelt und erprobt sowie Erfahrungen ausgetauscht, wie kulturelle Bildung auch in anderen Unterrichtsfächern an Bedeutung gewinnen kann. Unter anderem ist unsere Schule bereits der Einladung zum LISA-Theatertag gefolgt und hat sich an der Ausstellung „Kunst auf der Treppe“ und an der Vernissage „Kunst bewegt…“ beteiligt. Für die nächsten drei Jahre ist die Astrid Lindgren Schule zudem Teilnehmer des fit 4 future-Programms. Das unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit stehende Gesundheits- und Präventionsprojekt verfolgt das Ziel, die Lebensgewohnheiten und Lebensstile von Kindern nachhaltig zu beeinflussen. Unsere Einrichtung hat sich das Ziel gesetzt, dass die „Gesunde Schule“ in den Unterricht integriert und die Thematik ein Leitziel der Astrid Lindgren Schule wird.

Seit dem Schuljahr 2014/2015 findet eine Intensivierung der praktischen Arbeit in der Schule vor allem für die Berufsschulstufe statt. Dabei werden den SchülerInnen Aufgaben, die ihnen im zukünftigen Berufsleben begegnen werden, innerhalb und außerhalb des Schulgeländes übertragen. In diesem Schuljahr werden die SchülerInnen der Berufsschulstufen Praktika in verschiedenen Werkstätten und Einrichtungen bestreiten, unter anderem bei der Lebenshilfe Böllberger Weg und der Evangelischen Stadtmission Halle. In enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Kompetenzanalyse“ besteht für ausgewählte SchülerInnen auch die Möglichkeit, an einem Projekt teilzunehmen, in welchem durch Frau Siebert vom Integrationsfachdienst eine Vermittlung von Praktikumsplätzen auf den ersten Arbeitsmarkt erfolgt, mit dem Ziel einer festen Arbeitsstelle.

Die Astrid Lindgren Schule ist in das Förderzentrum Halle-Süd mit der Basisförderschule Schule für Lernbehinderte „J. H. Pestalozzi“ eingebunden.

Alle inhaltlichen Schwerpunkte und Profilierungen der Schule werden von den Eltern der SchülerInnen mitgetragen. Deshalb sind die Eltern, gemeinsam mit den Pädagogen – nicht zuletzt auch aufgrund der Anerkennung der Arbeit durch die Öffentlichkeit – stolz auf das bisher Erreichte. Aktuelle Informationen zu unserer Schule, den Unterrichts- und Freizeitangeboten, Projekten und Traditionen können die SchülerInnen, die Eltern und alle anderen Interessierten unserer aktualisierten Homepage www.als-halle.de entnehmen.

Medienarbeit

Medien sind Bestandteil des Unterrichts in allen Klassenstufen.
Unsere SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt geistige Entwicklung müssen in besonderer Weise auf die Alltagsbewältigung in Beruf und Arbeitswelt, in Familie und Freizeit, in Gesellschaft und Staat, vorbereitet werden. Kenntnisse und insbesondere ein solides Anwendungsvermögen im Umgang mit Medien erleichtern dabei ihre gesellschaftliche Integration.
Während bisher der Einsatz von traditionellen und neuen Medien in unserer Schule vor allem als Mittel zur Festigung und zum Üben von Unterrichtsstoff sowie zur Entwicklung von Medienkompetenz diente, rücken nunmehr verstärkt verschiedene Medienarten (Printmedien, audiovisuelle Medien, Computer und Internet, Fotoapparate, Telefon, Handys, Notebooks, Tablets (bisher über das Projekt MZ. Klasse 2.0) und Talker) als Gegenstand hinsichtlich ihrer Nutzung, Herstellung und Bewertung in den Vordergrund.
Die Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation der modernen Gesellschaft. Sie ist Ziel der Medienkunde. Medienkompetenz ist dabei als eine spezielle Form von Lernkompetenz zu verstehen, die die Handlungsfähigkeit unserer SchülerInnen im Umgang mit Medien beschreibt. Aus diesem Grund ist Medienkompetenz ebenso durch Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz determiniert und durch diese Aspekte charakterisiert.
Das Unterrichtsfach Medien geht von der Prämisse aus, dass die Fähigkeit mit Medien umzugehen eine wichtige Voraussetzung für die aktive gesellschaftliche Teilhabe ist. Insofern sind die Lerninhalte aus der Lebenswelt der SchülerInnen zu entnehmen. So z.B. die technische Handhabung von Medien wie Telefon, Handy, Fotoapparat, Computer aber auch das Nutzen von Internetangeboten, Computerspiele, Schulzeitung, Visitenkarten, Flyer beispielsweise für das Schülerkaffee o.ä. Unter Berücksichtigung der Heterogenitätsdimensionen der SchüleriInnen sind möglichst alle in die Medienarbeit mit einzubeziehen, unabhängig von persönlichen Prädispositionen, was beispielsweise für einige nonverbal agierende SchülerInnen bedeutet, dass für die Unterstützte Kommunikation Talker unterschiedlicher Colour in der Schule und auch Boardmakersymbole bei der individuellen Erarbeitung des Stundenplanes, zur Erläuterung der Tagesstruktur prozessimmanent und kontinuierlich zur Erläuterung der Verhaltensregeln beispielsweise am Arbeitsplatz im Computerraum genutzt werden.
Auf der Basis reformpädagogischer Ansätze kann die Schule praktisches und eigenaktives Lernen sowie Lernen durch eigene Erfahrungen mit Medien hier fördern. Wir besitzen fünf Schülerarbeitsplätze. Nach eigener Wahl können für zwei Unterrichtstunden Medien zum selbstgewählten Lerninhalt ausgewählt werden. Der wesentliche Inhalt im lernwerkstattähnlichen Charakter ist abhängig von den Wünschen der SchülerInnen und richtet sich gegenwärtig auf die pädagogisch begleitete Nutzung von Lernprogrammen, von Spieleseiten des Internets und auf das Handling mit dem Fotoapparat incl. des möglichen Archivierens von Fotos für die Schule. Das Arbeiten mit WORD, PAINT und der digitalen Schultasche für die Grundschule sind möglich.
Projekt-, sozial- und handlungsorientiertes Unterrichten in den Lernbereichen Arbeit/Beruf, Umwelt/Öffentlichkeit, Leben/Wohnen, Freizeit lässt die Medienkunde mit einfließen. Wichtiges Instrument sind dabei vorhandene Computer und Notebooks. In den Klassen befinden sich zum Zeitpunkt elf Computer und sieben Notebooks. Im Team der Schule ist allen KollegInnen bewusst, dass das Erlangen von Medienkompetenz nur aufgrund eines langen kontinuierlichen Prozesses im Unterricht und mit kontinuierlicher Eigenqualifizierung im Zusammenhang mit der besonderen Herausforderung neuer Medien möglich ist.

Hausordnung der Astrid-Lindgren-Schule

(beschlossen in der Schulkonferenz am 24.08.1993)

  • die Öffnungszeit der Schule ist wie folgt festgelegt: 7:00 Uhr – 15:00 Uhr
  • das Verlassen des Schulgebäudes in der Zeit von 7:00 Uhr - 13:45 Uhr ist den SchülerInnen verboten
  • 7:00 Uhr - 8:00 Uhr findet die Unterrichtsvorbereitung statt
  • Unterrichtsbeginn ist 8:00 Uhr
  • von 8:00 Uhr - 13:45 Uhr findet der Unterricht in Blöcken mit Pausenzeiten statt
  • bis 7:45 Uhr erscheinen LehrerInnen und SchülerInnen
  • eine Bewegungspause ist von 9:35 Uhr - 10:00 Uhr einzurichten
  • der Aufsichtspflicht ist ständig nachzukommen
  • jedes Klassenteam ist in den Pausen eigenverantwortlich
  • 13:45 Uhr - 15:00 Uhr finden pädagogische bzw. lerntherapeutische Angebote statt
  • bei Betreten des Schulgebäudes tritt das Handyverbot in Kraft
  • im Brandfall ist die Benutzung des Fahrstuhls verboten
  • Unfälle sind der Schulleitung sofort zu melden und im Unfallbuch einzutragen
  • Daten von SchülerInnen (wie z. B. Adressen und Telefonnummern) sind bei Veränderung sofort zu aktualisieren
  • für die Sicherheit der SchülerInnen muss das Schulgelände immer verschlossen sein
  • das Benutzen der Durchgangsräume erfolgt nur im Notfall
  • bei Unterrichtsgängen ist das Eintragen mit Zielangaben im Heft an der Eingangstür zwingend erforderlich
  • während der Benutzung der Spielgeräte im Außenbereich ist auf Ordnung und Sicherheit zu achten (Belehrung)
  • alle SchülerInnen achten auf Ruhe, Ordnung und Sauberkeit:
    • langsames Gehen und Benutzung der Treppenaufgänge
    • das Hantieren an den Elektrotüren, Elektroschaltern und Feuerlöschern ist untersagt

Leitziele

  1. Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, die SchülerInnen auf ein möglichst selbständiges und sozial integriertes Leben vorzubereiten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Berufsschulstufe – dem Abschluss der schulischen Ausbildung. Hier werden die SchülerInnen möglichst umfassend mobilisiert und auf die verschiedenen Formen des Arbeitslebens vorbereitet.
  2. Jeder Mensch wird in seiner Einzigartigkeit wertgeschätzt.
  3. Das gesamte pädagogische Team der Schule arbeitet Hand in Hand. Das Fundament der täglichen Arbeit besteht aus Kooperation, Teamgeist und positiver Arbeitsatmosphäre.
  4. Zwischen der Astrid Lindgren Schule und den Eltern, Sorgeberechtigten sowie dem Heimpersonal findet eine enge Zusammenarbeit statt.
  5. Die Schule initiiert und unterstützt die außerunterrichtlichen und außerschulischen Aktivitäten der SchülerInnen.

Maßnahmen zur Umsetzung der Leitziele

Maßnahmen zur Umsetzung des Leitziels 1

  • Nutzung der individuellen Ressourcen jeder Schülerin und jedes Schülers, so dass sie den Lebensalltag möglichst autonom bewältigen können
  • Förderung der Kommunikation und Sprache, ggf. mit Unterstützung von Hilfsmitteln (Unterstützte Kommunikation)
  • Lernen findet an verschiedenen Orten statt (z.B. Künstlerhaus 188, Schulgarten in der Paul-Riebeck-Stiftung, Werkstätten für behinderte Menschen, Kinderdruckwerkstatt der AWO, Halle und Umgebung)
  • Übernahme verschiedener Aufgabenfelder des Schulalltags durch die Berufsschulstufe (zum Teil in Absprache mit dem Hausmeister):
    • große Hausordnung
    • Wäschedienst
  • Durchführung des Unterrichts in Blöcken
  • intensive Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und dem Integrationsfachdienst zur Vermittlung von Praktikumsstellen in der freien Wirtschaft für ausgewählte SchülerInnen, um eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen
  • turnusmäßige Praktika (durchgängig mehrere Wochen, für ausgewählte SchülerInnen ein Praktikumstag in der Woche) der Berufsschulstufen in der WfbM Lebenshilfe e.V. Halle-Saale-Werkstätten, in der HBW Lettin und der Stadtmission Halle zum Kennenlernen verschiedener Arbeits- und Berufsfelder und zur Ausbildung der Berufsfähigkeiten
  • Ausbildung der Berufsfähigkeiten der SchülerInnen zum Beispiel auch durch die Arbeit mit den strukturierten Arbeitskisten und durch das Schülercafé
  • Betriebserkundungen
  • Mobilitätstraining

Maßnahmen zur Umsetzung des Leitziels 2

  • Anknüpfen an den individuellen Stärken der SchülerInnen nach dem Leitbild „Von den Stärken ausgehen – Schritt für Schritt selbständiger lernen“
  • Auswahl von Aktivitäten, die der Persönlichkeitsstruktur der SchülerInnen entsprechen – die individuellen Lernvoraussetzungen jeder Schülerin und jedes Schülers bedingen adäquate Formen der Differenzierung (z.B. Hausbeschulung, unterrichtsbegleitende Angebote: Lichtbox, Wasserklangbett, therapeutisch begleitende Maßnahmen aus der Kunst-, Ergo- und Physiotherapie)
  • in den Ferien werden zeitlich begrenzt lerntherapeutische Angebote möglich
  • Leistungsanerkennung sowie Schaffung von Lernerfolgen für jede Schülerin und jeden Schüler
  • Aufbau einer positiven Lernatmosphäre durch Kleingruppenarbeit, Erleben gemeinsamer Höhepunkte sowie gemeinsam festgelegte Verhaltensregeln, um ein soziales Miteinander zu gewährleisten

Maßnahmen zur Umsetzung des Leitziels 3

  • regelmäßige Stufensitzungen und Dienstberatungen bieten Kooperationsmöglichkeiten und werden genutzt zum Austausch von Unterrichtsideen und –materialien, Meinungen, Problemen und Erfahrungen bei Weiterbildungen; dabei werden auch die Referendare mit einbezogen (z.B. durch Einbringen neuer Unterrichtsideen oder Vorstellen ihrer Hausarbeiten)
  • durch die enge Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität und den Staatlichen Seminaren für Lehrämter Halle und Magdeburg (Schulpraktische Übungen, Praktika, Referendare) findet ständig ein reger Austausch von Unterrichtsideen statt und neue Impulse werden gegeben
  • es finden gegenseitige Hospitationen statt
  • Kollegiumskontakte werden auch außerschulisch geschaffen durch z.B. gemeinsame Aktivitäten wie Weihnachtsfeiern, regelmäßiger pädagogischer Stammtisch, Besuche von Kulturveranstaltungen etc.

Maßnahmen zur Umsetzung des Leitziels 4

  • die Eltern und Sorgeberechtigten beteiligen sich an der Aktualisierung der Förderpläne, indem pädagogische Zielsetzungen und Möglichkeiten zur Erweiterung schulischer und häuslicher Kompetenzen gemeinsam besprochen und festgeschrieben werden
  • zur Besprechung von Planungen, Problemen etc. finden pro Schuljahr mindestens zwei Elternnachmittage bzw. individuelle Elterngespräche statt; zusätzlich werden Sprechzeiten für Eltern, Sorgeberechtigte und Heimpersonal angeboten, bei Bedarf auch telefonisch
  • die Schule steht im engen Kontakt mit den Eltern, Sorgeberechtigten sowie dem Heimpersonal; zudem bemüht sie sich um einen Sozialarbeiter, der zur Unterstützung der Eltern und LehrerInnen zur Verfügung stehen soll
  • die Eltern und Sorgeberechtigten werden in die Schuljahreshöhepunkte (z.B. Tag der offenen Tür, Sommerfest, Schulgeburtstag) mit einbezogen und sie haben die Möglichkeit, sich individuell aktiv mit einzubringen

Maßnahmen zur Umsetzung des Leitziels 5

  • Unterstützung der Freizeitkontakte mit Vereinen und Sportverbänden der Stadt Halle: Hilfe bei Kontaktaufnahme, SchülerInnen zur Teilnahme motivieren und neugierig machen (z.B. Blauer Elefant, Lux, Schülerdisco, Jugendweihe, „Monstronale“, Franckesche Stiftungen, „Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.“ und der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.)
  • Kooperation mit Sportverbänden und Vereinen (z.B. Künstlerhaus 188, Kirche St. Elisabeth in Silberhöhe-Beesen)
  • Im Rahmen der lerntherapeutischen Angebote in den Ferien werden die Angebote einzelner Einrichtungen zur sinnvollen Ferienbetreuung genutzt
  • Kontaktaufnahme mit Einrichtungen der unmittelbaren Umgebung, zum Beispiel der integrativen Kindertagesstätte Haus „Kunterbunt“

Höhepunkte und Ablauf des Schuljahres 2017/2018

1. Halbjahr

Datum Zeit Inhalt
08.08.2017 SCHILF: Wie sicher fühle ich mich. Alarm, Panik und Co.
09.08.2017 DRK-Kurs für alle KollegInnen
31.08.2017 15:00 Uhr
16:00 Uhr
Elternnachmittage
Gesamtkonferenz
06.09.2017 15:00 Uhr Gesprächsrunde für Berufsschulstufen mit Werkstattleitern (HBW, Stadtmission, Lebenshilfe e.V.) und FDU, Integrationsfachdienst und Agentur für Arbeit
16.09.2017 09:30 Uhr Talkertreffen
21.09.2017 14:30 Uhr Gesamtdienstberatung
29.09.2017 10:00 Uhr Erntedankfest
02.10.2017 – 13.10.2017 Herbstferien – keine lerntherapeutischen Angebote
16.10.2017 – 20.10.2017 Projekt Künstlerhaus Böllberger Weg
16.10.2017 – 27.10.2017 Blockpraktikum bei der Stadtmission Halle für alle Berufsschulstufenklassen
23.10.2017 – 17.11.2017 MZ-Projekt 2.0
23.10.2017 09:30 Uhr
12:00 Uhr
Beratung PM, PMT, Betreuer, Therapeuten
Beratung Lehrer
30.10.2017 Ferientag – Schule geschlossen
02.11.2017 14:30 Uhr Gesamtdienstberatung
13.11.2017 09:30 Uhr
12:00 Uhr
Beratung PM, PMT, Betreuer, Therapeuten
Beratung Lehrer
30.11.2017 14:30 Uhr Gesamtdienstberatung
04.12.2017 08:00 Uhr Adventssingen – Wir läuten die Adventszeit ein
06.12.2017 Projekttag Weihnachtsmarkt
Weihnachtsfeier mit ehemaligen KollegInnen
11.12.2017 – 20.12.2017 Projektwochen zur Weihnachtszeit
13.12.2017 09:30 Uhr Besuch der Kirche Beesen
21.12.2017 – 03.01.2018 Weihnachtsferien
05.01.2018 Neujahrsempfang im Kaffee Banane
08.01.2018 09:30 Uhr
12:00 Uhr
Beratung PM, PMT, Betreuer, Therapeuten
Beratung Lehrer
11.01.2018 14:30 Uhr Gesamtdienstberatung
18.01.2018 Klassenkonferenzen und Elternnachmittage
02.02.2018 Zeugnisübergabe
05.02.2018 – 09.02.2018 Winterferien – keine lerntherapeutischen Angebote

2. Halbjahr

Datum Zeit Inhalt
12.02.2018 erster Schultag nach den Winterferien
12.02.2018 – 23.02.2018 Blockpraktikum für 6 BerufsschulstufenschülerInnen in der HBW Lettin
verantw.: Frau Krug
13.02.2018 Fasching „Jubel und Trubel“
verantw.: Frau Böge-Pilling
23.02.2018 Schülercafé
02.03.2018 25. Geburtstag der Astrid Lindgren Schule
05.03.2018 09:30 Uhr
11:45 Uhr
Beratung PM
Beratung Lehrer
08.03.2018 themenorientierte DB
  • Planung Ausstattung 2019
  • Sommerfest
  • Klassenfahrten
09.03.2018 Schülercafé
12.03.2018 – 16.03.2018 Projektarbeit Monstronale (voraussichtlich B2, B4)
03.2018 Ostern in Beesen
22.03.2018 themenorientierte DB
  • Fit 4 Fun (verantw. Frau Böge-Pilling, Frau Ebert, Frau Dr. Sommerfeld)
23.03.2018 Start in den Frühling (Buffett, Singen)
verantw.: Frau Eibeck, einzelne Klassen
26.03.2018 – 31.08.2018 Osterferien
03.04.2018 erster Schultag nach den Osterferien
03.04.2018 – 13.04.2018 Blockpraktikum für maximal 20 BerufsschulstufenschülerInnen in der Lebenshilfe e.V.
verantw.: Frau Krug
09.04.2018 09:30 Uhr
11:45 Uhr
Beratung PM
Beratung Lehrer
11.04.2018 – 15.04.2018 Monstronale Festival Puschkino
13.04.2018 Schülercafé
16.04.2018 – 27.04.2018 Blockpraktikum für 6 BerufsschulstufenschülerInnen in der HBW Lettin
verantw.: Frau Krug
19.04.2018 themenorientierte DB
  • Unterrichtsmittel
  • Schulprogramm
verantw.: Frau Georgi, Frau Stein
26.04.2018 Girls Day/Boys Day
27.04.2018 Schülercafé
07.05.2018 09:30 Uhr
11:45 Uhr
Beratung PM
Beratung Lehrer
09.05.2018 09:00 Uhr – 12:30 Uhr Schulbandfestival in der Ulrichskirche
11.05.2018 – 19.05.2018 Pfingstferien
24.05.2018 Sportfest
24.05.2018 themenorientierte DB
  • Bilanz/Schulgartenarbeit 2018
  • Einladung Sommerfest (n.n.)
verantw.: Frau Krug und Berufsschulstufen
24.05.2018 18:00 Uhr Gesamtkonferenz
  • Lehr- und Lernmittel
  • Resümee
06.2018 Zeugniskonferenzen laut gesondertem Aushang
01.06.2018 Kindertag - Projekttag
04.06.2018 BRAFO – Kompetenzorientierung (6 Schüler B1 und B2)
04.06.2018 09:30 Uhr
11:45 Uhr
Beratung PM
Beratung Lehrer
05.06.2018 – 07.06.2018
11.06.2018
BRAFO – Interessenerkundung (6 Schüler B1 und B2)
08.06.2018 (voraussichtl.) Lions Lauf Marktplatz
11.06.2018 – 22.06.2018 Projektunterricht
14.06.2018 14:30 Uhr – 15:30 Uhr Gesamtdienstberatung
14.06.2018 ab 15:30 Uhr Elterngespräche
22.06.2018 ab 14:00 Uhr Sommerfest (Projekttag)
verantw.: alle Klassen, SL, Tanz AG, Café Banane
27.06.2018 Zeugnisausgabe und Abschlussfeier der Berufsschulstufenabgänger
28.06.2018 – 08.08.2018 Sommerferien
02.07.2018 – 06.07.2018 Leitungsdienst
30.07.2018 – 03.08.2018 Leitungsdienst
23.07.2018 – 03.08.2018 Lerntherapeutische Angebote an der Schule
verantw.: PM/PMT/Betreuer
06.08.2018 – 08.08.2018 Vorbereitungstage an der Astrid Lindgren Schule

Änderungen vorbehalten

Anlagen

  • Mitglieder der Arbeitsgruppe „Schulprogramm“
  • Kooperationsvereinbarungen
  • Evaluation

Arbeitsgruppe Schulprogramm

Mitglieder Schuljahr 2017/2018

  • Frau N. Stein
  • Frau Ebert
  • Frau Moßler
  • Frau U. Stein
  • Frau Witt
  • Frau Lippmann

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